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Was ist das Coachipedia?

21. Juli 2015
21 Jul 2015

In unserer Rubrik Coachipedia veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge zu den Themen Coaching, Mediation, Beratung und Training. Auch verlinken wir hier auf interessante Artikel in einschlägigen Publikationen. Die Beiträge werden von den Instituts-Coaches Dr. Anke Blomberg, Ursula Hakim und Dajana Langhof verfasst und stehen mit unseren Angeboten und Arbeitsschwerpunkten in Verbindung.

 

 

Doing Business in China

11. November 2014
11 Nov 2014

Einfluss des Konfuzianismus auf den chinesischen Kommunikationsstil

Hinter der Aufgeschlossenheit und Weltgewandtheit chinesischer Geschäftspartner verbirgt sich die tief verwurzelte konfuzianische Tradition. Das Wertesystem, das auf der Lehre des Konfuzius (551-479 n. Chr.) beruht, wirkt sich nachhaltig auf das Interaktionsverhalten aus. Viele Verhaltensmuster in der chinesischen Gesellschaft gehen auf die sittlich-ethischen Grundsätze des Konfuzianismus zurück. Nur durch eine fixe Rangordnung und durch die Erfüllung der Pflichten gegenüber seinen jeweiligen Vorgesetzen glaubte Konfuzius, sei ein friedliches und harmonisches Zusammenleben möglich. Von elementarer Bedeutung sind die fünf menschlichen Grundbeziehungen zwischen Herrscher und Beherrschte (heute Chef und Mitarbeiter), Eltern und Kinder, ältere und jüngere Brüder, älterer Freund und jüngerer Freund und Mann und Frau. Das soziale Kollektiv ist in jeder Hinsicht hierarchisch geordnet.

Chinesen pflegen einen beziehungsorientierten Kommunikationsstil, der die hierarchischen Strukturen berücksichtigt. Sie bemühen sich grundsätzlich, eine harmonische Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Sachinhalte werden in diesen Gesprächsrahmen eingebettet. Um die Harmonie aufrechtzuerhalten, vermeidet man nach Möglichkeit konfrontierende Äußerungen.

In China, wie auch in vielen Teilen Asiens, ist das sogenannte „Concept of face“ von elementarer Bedeutung. Die Zusammenhänge zu verstehen ist nicht immer einfach. Im Umgang mit der Gesichtswahrung neigen Angehörige westlicher Gesellschaften dazu, die eigene Gesichtswahrung in den Vordergrund zu stellen. In konfuzianisch geprägten Gesellschaften ist der Sprecher auch für die Gesichtswahrung seines Gegenübers verantwortlich. „Das ist nicht nur eine komplexere, sondern eine gänzlich andere Aufgabe.“ (Reichertz,2009, S. 231)

Gesicht geben kann man durch Indirekte oder positive Formulierung unangenehmer Umstände, Höflichkeit in der Anrede und allem voran Respekt vor Älteren und Höhergestellten (Senioritätsprinzips). Gesicht nehmen oder verlieren kann man durch offene Kritik, Unhöflichkeit, emotionale Ausbrüche, Missachtung des Senioritätsprinzips. Statt eines klaren und eindeutigen „nein“ werden häufig ausweichende Formulieren gewählt. Zu hören ist dann „kaolü kaolü“ was bedeutet, Ich muss darüber „nachdenken“, das Gesagte prüfend überdenken. Der Begriff setzt sich zusammen aus „kao“, was so viel heißt wie überprüfen und „lü“ nachdenken. Deutliche Signale sind unter anderem auch schweigen, zögern oder Gegenfragen.

Westliche Direktheit kann in Asien bisweilen als grob empfunden werden. In bestimmten Situationen bevorzugen Chinesen eine indirekte oder verschleierte Sprechweise, beispielsweise beim Aussprechen einer Bitte, Ablehnung einer Bitte oder Abgabe einer persönlichen Stellungnahme. Dies gilt als weitaus gesichtsschonender. Sie sind darin geübt, Botschaften hinter den Worten heraushören, respektive zwischen den Zeilen lesen zu können.

Für den nachhaltigen Geschäfts- und Projekterfolg ist Hintergrundwissen und Feingefühl für die grundlegenden kulturellen Werte, Denkweisen und unterschiedlichen Präferenzen von immenser Bedeutung. „Wer in China Erfolg haben will, braucht nicht nur einen langen Atem, sondern ein tiefes Verständnis für die Kultur“ (John Graham, Havard Business Review, 2004). Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Reichertz, Jo, Kommunikationsmacht: Was ist Kommunikation und was vermag sie, 2009.

Konfliktmanagement an Hochschulen

16. August 2014
16 Aug 2014

 

In deutschen Unternehmen verbreitet sich langsam die Überzeugung, dass es betriebswirtschaftlich effizient ist, Konflikte systematisch zu bearbeiten. Der „Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft“ – http://www.rtmkm.de – , ein Netzwerk von Unternehmen, dass sich über ihre Bemühungen im Bereich Konfliktmanagement regelmäßig untereinander austauscht, erfreut sich wachsender Mitgliederzahlen.

In der deutschen Hochschullandschaft gibt es diesen runden Tisch zwar (noch?) nicht, aber auch hier wächst die Erkenntnis, dass ein systematisches Konfliktmanagement auch hier im Rahmen der Professionalisierung von Strukturen unverzichtbar wird.

Die HIS-Hochschulentwicklung, ein forschungsbasiertes und unabhängiges Kompetenzzentrum für Fragen ud Themen der Entwicklung und Organisation von Hochschulen richtet regelmäßig Netzwerktreffen „Konfliktmanagement und Mediation“ aus. So wurde beispielsweise auf dem 4. Netzwerktreffen am 20.11.2013 die Frage, ob und inwieweit Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbearbeitung systematisch implementiert werden sollten, kontrovers diskutiert. Mehr dazu siehe http://www.his-he.de/veranstaltung/dokumentation/Netzwerktreffen_2013.

Das Coaching Institut Berlin bietet kompetente Unterstützung bei der Analyse der individuellen Situation in der Hochschule, dem Design eines maßgeschneiderten Konfliktmanagementsystems sowie bei dessen Implementierung.

Dr. Anke Blomberg

 

Cultural Diversity Management in deutsch-chinesischen Teams

31. Juli 2014
31 Jul 2014

 

Kulturelle Eigenheiten zeigen sich insbesondere in der Kommunikation – und ihr Management setzt hier ein.

Ein Meeting hat begonnen. Die Teilnehmer: vier Deutsche, drei Chinesen. Es gibt ein klar definiertes Projektziel. Wo sind die ersten Arbeitsergebnisse? Die Rückläufe sind schleppend. Die Ansage des Projektleiters ist deutlich. Die deutschen Mitarbeiter reagieren prompt: direkt, geradeheraus, klare Worte. Die chinesischen Kollegen: zögern. 

Beim Umgang mit kulturellen Varianzen herrscht oft „Learning by doing“ vor – wir haben ein gemeinsames Ziel, wir kommen schon zusammen. Doch was dabei aufeinander trifft, sind deutliche Unterschiede in der Teamkommunikation. Geprägt sind solche deutsch-chinesischen Teams aber auch von divergierenden Arbeitsstilen in puncto Planung, Organisation und Zeitmanagement.

Was macht den chinesischen Kommunikationsstil aus? Hinter der Aufgeschlossenheit und Weltgewandtheit chinesischer Mitarbeiter, Kollegen oder Geschäftspartner verbirgt sich die tief verwurzelte konfuzianische Tradition, die sich auf das Interaktionsverhalten auswirkt. Während in der westlichen Rhetorik die Argumentationsführung meist geradlinig und auf ein genaues Ziel ausgerichtet ist, finden in China Argumentationen über Umwege statt. Unterschiedliche Aspekte oder Problemlösungsansätze werden in vielen Runden gleichzeitig beleuchtet. Es gilt, zunächst nur zuzuhören, die Information aufzunehmen und das Gesagte auf sich wirken lassen. Vorschnelle Äußerungen können zu einem Gesichtsverlust führen. Ein äußerst wichtiges Prinzip eines jeden chinesischen Gesprächs ist, das eigene Gesicht und das des anderen zu wahren.

Zeigen sich im interkulturellen Teamaustausch unterschiedliche Kommunikationsstile und Problemlösungsansätze, kann dies zu Fehldeutungen und Missverständnissen führen. Signifikante, dem Projekt dienliche Informationen können unter den Tisch fallen. Internationale Zusammenarbeit gilt als wertvolle Ressource. Sie erfordert Wertschätzung und Verständnis von beiden Seiten. Cultural Diversity Management schult Führungskräfte in der interkulturellen Kommunikation und begleitet Prozesse systematisch. Als ein Eckpfeiler des Diversity Management ist CDM ein wichtiges Instrument, um Projekterfolge und letztlich Unternehmenserfolge zu garantieren.

 

Dieser Text von Ursula Hakim erschien am 28.07.2014 als Artikel im Businessreporter, der Sonderbeilage im HandelsblattSee more at: http://bizreporter.de/2014/07/cultural-diversity-management-in-deutsch-chinesischen-teams#sthash.vmtHe1fS.dpuf.

Was Unternehmen vom Fußball lernen können

14. Juli 2014
14 Jul 2014

Deutschland ist Fußball-Weltmeister 2014!

Investitionen in gute Teams zahlen sich aus. Gewonnen hat eine Mannschaft: stark, stabil, ausgeglichen – multikulturell, zitiert die Sport-Bild heute die Corriere dello Sport in Italien. Hier weiterlesen…

Ursula Hakim coacht Teams zur Unterstützung deutsch-chinesischer Zusammenarbeit.